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life and death of a melody

Christina Ciupke und Boris Hauf

In der dritten Zusammenarbeit von Christina Ciupke und Boris Hauf erforschen die beiden Künstler erneut die faszinierende Verbindung von Bewegung und Sound. Den Aufführungsort betrachten die beiden Künstler als einen vibrierenden, dreidimensionalen Soundkörper. In der anfangs mikroskopischen Klang- und Bewegungssprache entfaltet sich das Stück - unterstützt durch das Lichtdesign von Emma Juliard - zu einer komplexen Skulptur, die in den Raum wirkt und die Zuschauer und Zuhörer auf unterschiedlichen Wahrnehmungsebenen mit Nähe und Distanz konfrontiert.
Christina Ciupke interessiert sich in ihrer Bewegungsrecherche zunächst für Details, wie z.B. die kleine Verschiebung eines Gelenkes, die eine unwillkürliche Kettenreaktion und Anpassung anderer Körperteile und Glieder nach sich zieht. Zweidimensionale Bilder, Bewegungsskizzen und Wiederholungen entwickeln sich - vom Sound unterstützt - zu immer räumlicheren und dynamischeren Strukturen. Auf der Klangebene lösen sich mikroskopische Loops und langgezogene, verschachtelte Phrasen ab. Boris Hauf setzt den Sound komplementär zur Bewegung ein. Während sich die Vibration des Sounds steigert und intensiviert, verlangsamt und vertieft sich die Bewegung in einer kontinuierlichen Gegenbalance zur Schwerkraft. Der Schwung eines Armes wird im Moment indem er sich der Schwerkraft überlässt eingefangen und entschleunigt. Christina Ciupke und Boris Hauf beobachten in dieser Arbeit vor allem die Deformation von Wiederholungen und Loops nachdem sie sich visuell und auditiv etabliert haben. Der allmähliche Zerfall von Sound- und Bewegungslogik soll für das Publikum wahrnehmbar werden.

Performance und Musik: Christina Ciupke und Boris Hauf
Künstlerische Mitarbeit: Frank Müller
Bühne und Licht: Emma Juliard
Produktionsdramaturgie/PR: Barbara Greiner
Eine Produktion von Christina Ciupke
Gefördert durch die Basisförderung des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten
Mit freundlicher Unterstützung der Uferstudios Berlin
 

Premiere
31. März 2016, Uferstudios Berlin

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