souvenir von Christina Ciupke

© Lars Ramberg

souvenir

Christina Ciupke, Kerstin Follenius, Martin Schüttler

Diese Arbeit basiert auf dem Zusammenwirken von Tanz/Bewegung und Akustik/Klang. Es ist eine Suche nach gemeinsamen Formen, deren Bedingungen und Möglichkeiten.

Innerhalb eines fragmentarischen Lichtausschnitts werden Erwartung und Ergänzung zu einem sich immer weiter überlagernden Bild. Die Gegenwart scheint sich aufzuspalten in akustische und visuelle Einzelmomente. Der Zeitfluss gerät in Stocken, stoppt. Dies eröffnet die Dimension des Vergessens als wesentlichem Bestandteil der Wahrnehmung von Gegenwart. Gehörtes und Gesehenes setzen sich erst in der Erinnerung zu einem vollständigen Bild zusammen.
In der Wiederholung dieser fragmentierten Gegenwart, tritt eine subtile Verschiebung zutage: die Dauer wird zu einer Leere die eine visuelle Haltung in eine visuelle Handlung überführt. Es etabliert sich ein Raum, dessen perspektivische Leitlinien die Übergänge sind, innerhalb dessen Zustände zu Zyklen werden. Alles Beginnen ist ein Wiederbeginnen. Und alleine über den Wiederbeginn des bereits erlebten schieben sich Differenzen, kleine Unterschiede in den Fortlauf der Ereignisse.  Jetzt und Zuvor fließen ineinander, stoßen einander ab. Erinnerung durchflutet die Gegenwart.
Lesbar wird dies in Sequenzen sich wiederholender Bewegung, deren zeitliche Struktur die Wahrnehmung mehr und mehr auf das Nicht-Sichtbare konzentriert. (txt Kerstin Follenius)

Choreographie / Tanz . Christina Ciupke
Akustik/ Komposition . Martin Schüttler
Dramaturgie / Licht . Kerstin Follenius

Eine Koproduktion mit TANZtheater INTERNATIONAL, Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, Grand theatre Groningen , Association Ballet Preljocaj, Aix-en-Provence, gefördert durch den Fonds Darstellende Künste Bonn e.V.

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