yes. no. a bit. not really. von Christina Ciupkeyes. no. a bit. not really. von Christina Ciupke

© Lucy Cash

Yes. No. A bit. Not really.

Christina Ciupke mit Boris Hauf und Lucy Cash

“Woran ich denke und worüber ich nachdenke, das sind zwei verschiedene Dinge. Ich denke über dich nach, aber ich denke an… die Sonne auf meinem Rücken, die Geräusche des Verkehrs, den Stand meines Kontos, den Eindruck deiner Ambivalenz, eine plötzliche Spannung an der Basis meines Schädels, meine unberechenbaren Eingebungen, das unangenehme Gefühl des Atems von jemandem hinter mir, die Erinnerung an den Geruch des vorhergegangenen Tages, die Spiegelung des Lichtes auf dem Boden vor mir die kleine weiße Blume, deren Namen ich vergessen habe… es ist ein ständiger Dialog… Während ich mit mir selbst spreche, sind meine Sinne doppelt sensibilisiert, sie warten darauf einzufangen, was als nächstes passiert, mit einer Logik, die sich mir verschließt… eine Gestalt nähert sich, ich beobachte sie aufmerksam, sie geht immer noch in meine Richtung, die Sonne blendet mich, andere Leute gehen vorüber, ich habe sie verloren – sie wurde ausgebleicht – wie ein zu heller Fleck in einem Foto. Ich frage mich: Ist der Tag in die Nacht eingedrungen oder die Nacht in den Tag?”

Eine Produktion von Christina Ciupke,
Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten
Mit Unterstützung des Goethe Instituts

Premiere
14. Oktober 2010
weitere Vorstellungen
15. - 17. Oktober 2010
Sophiensaele Berlin

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