dealing with life
christina ciupke und nik haffner
dealing with life heißt das spiel. möbel werden zu mitspielern. blicke fallen auf körper, körper fallen aus. paare finden zueinander. auch mal mit schlagseite.
in ihrem neuen duo dealing with life bewegen sich christina ciupke und nik haffner zwischen angefangenen geschichten, großen themen und berühmten paaren. die daraus entstehenden verknüpfungen beziehen sich auf das kulturelle gedächtnis des zuschauers und fordern es gleichzeitig heraus.
ihre erste begegnung fand im oktober 2003 im tanzquartier wien während eines labors für tanz und medien statt. aus dieser begegnung entwickelte sich ein intensiver austausch und schließlich als erste gemeinsame produktion das duett subtitles (2006). in der neuen produktion dealing with life setzen sie ihre vor zwei jahren begonnene tänzerische erkundung der wechselwirkung von sprache und physischer handlung fort.
credits
performance: christina ciupke und nik haffner
künstlerische mitarbeit: frauke havemann
produktion: christina ciupke und nik haffner
gefördert durch: der regierende bürgermeister von berlin - senatskanzlei kulturelle angelegenheiten, fonds darstellende künste e.v.
mit dank an: andreas stirnberg, jack rath, andrea keiz
presse
berliner zeitung vom 08.12.2008
im goldfischglas. das festival "tanznacht" hat die weddinger uferhallen als neuen
tanzort etabliert
von michaela schlagenwerth
(...) und tatsächlich: tag für tag werden es mehr menschen. am sonnabend sind die hallen gefüllt.
am abend bei der uraufführung von christina ciupkes und nik haffners "dealing with life" kommt es zu einer absurden situation: die zuschauer quetschen sich schon an den seiten der bühne, darauf ein tisch, ein bett, schränke und stühle. dazwischen ciupke und haffner und hinter dem herunter gelassenen gläsernen tor die nicht eingelassenen zuschauer, die aber das gesamte stück lang ausharren und von draußen auf uns schauen wie auf fische in einem goldfischglas.
im goldfischglas erzählen ciupke und haffner wundersame geschichten, über die liebe, die vorstellungen, die wir uns davon und überhaupt von allem machen. auf packpapier sind an den schränken endlose listen mit begriffen gehängt: der verrat, die zauberei, das geheimnis, die familie, die falle etc. abwechselnd zeigen die beiden zu beginn kleine aktionen, stecken etwa die hände zwischen die kissen und streichen eines der worte aus. was zunächst banal wirkt, wird immer vertrackter, anspielungsreicher, setzt die ganze eigene assoziationsmaschinerie in gang - und bleibt dabei ungemein gewitzt. (...)
corpusweb, 08.12.2008
experiment gelungen. peter stamer macht aus der berliner "tanznacht" 2008 ein festival
von constanze klementz
(...) das radikale plädoyer für das ensemble als multiplen organismus vom kollektiv praticable wirkt in seiner ehrlichkeit ebenso nach wie der begrifflich und körperlich trennscharfe, wundersam aufgeräumte neue pas de deux von christina ciupke und nik haffner. (...)

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