Christina Ciupke zählt zu den Phänomenologen unter den Berliner Choreografen. Ihre Stücke sind zart, klug und von einer oft rätselhaften Stille, in der die Dinge einen Erfahrungsraum bekommen, den man mit Ciupke durchschreiten kann, was sich aber doch zugleich auch weitgehend der Beschreibung entzieht.
Michaela Schlagenwerth, Berliner Zeitung, 25. Oktober 2018

 

„Zeitränder“ (1998), „dealing with life“ (2008), „rissumriss“ (2001) und auch die vielen anderen Stücke Christina Ciupkes: Ihnen allen eignet die Sinnlichkeit des Forschens nach Bewegungen, die sich über das Visuelle hinaus heben und direkt auf der Haut der Zuschauenden zu landen scheinen, als haptische Kontaktfläche, die sich anschließend mit den Hirnzellen kurzschließt. Die Choreographien Ciupkes tragen zumeist das Prinzip der Entschleunigung in sich, des Tastens, Überdenkens, erneut Ver-Suchens. Kaum einer Künstlerin gelingt so sinn-fällig die Anbahnung zwischen konzeptionellem Denken und körperlicher Präsenz auf der Bühne, oder vielmehr: sie führt im Wortsinne vor, dass beide Ebenen, oft als getrennt gedacht, doch zu einem Leib gehören, der fühlt und reflektiert. Dass er dies nur im Austausch mit anderen tun kann, zeigt sich in der engen Zusammenarbeit mit anderen KünstlerInnen.
Susanne Foellmer, 2010 (TanzPlattform Katalog)

 

Sie hat sich längst einen Namen gemacht mit eigenen Arbeiten, die in unterschiedlichen Kollaborationen entstanden sind. In dem Projekt „undo, redo and repeat“ geht sie zusammen mit der jungen Anna Till der Frage nach, wie das Wissen über vergangene Tänze zu uns gelangt. Von all den vom Tanzfonds Erbe geförderten Projekten, die ich gesehen habe, hat mich dieses besonders überzeugt.
Sandra Luzina, tanz, Jahrbuch 2014, 'Hoffnungsträgerin'

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